Archive für Oktober 2011

Sie wollen einen Kommentar verfassen?

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, warum es hier nicht möglich ist, Kommentare zu schreiben? Dabei sind Diskussionsbeiträge und Kommentare mir sehr willkommen. Der Grund ist einfach: Ich möchte mich vor Spam und wenig qualifizierten Beiträgen schützen. Ab jetzt möchte ich die Möglichkeit ausbauen, sich aktiv zu beteiligen . Wenn Sie Kommentare verfassen wollen, dann schreiben Sie mir bitte eine E-Mail mit ihrem Klarnamen und einigen Sätzen zu Ihrem Interesse an dem Thema. Bitte registieren Sie sich zuvor. Ich schalte Sie dann frei, damit Sie Kommentare verfassen können.

Mit der Möglichkeit, Kommentare zu verfassen, akzeptieren Sie die folgenden Bedingungen:

  1. Ihr Kommentar ist  mit Ihrem Vor- und Nachnamen gekennzeichnet.
  2. Sie beziehen sich inhaltlich auf einen konkreten Beitrag.
  3. Ihre Anmerkungen sind fachlich korrekt und sachlich formuliert.
  4. Kontroverse Beiträge sind willkommen, wenn sie angemessen formuliert sind.
  5. Sie unterlassen alle diskriminierenden, beleidigenden oder sonst anstössigen Formulierungen.
  6. Sie akzeptieren, dass Ihr Kommentar erst nach einer Prüfung durch mich veröffentlicht wird.
  7. Sie akzeptieren, dass ich Kommentare jederzeit entfernen kann, wenn die Gesaltung der Seite dies erfordern sollte. Wenn möglich werden Sie vorher informiert.

Sie interessiert ein bestimmter Aspekt der Ethikberatung? Sie möchte zu etwas Bestimmten mehr wissen? Sehr willkommen sind mir Anregungen und Fragen zu dem Thema Ethikberatung. Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Dokumentation von Ethikberatungen

Bei der Dokumentation von Ethikberatungen ist es wichtig zu entscheiden, welche Ziele mit der Dokumentation erreicht werden sollen. Verlaufsdokumentationen zielen eher darauf, den Ablauf einer Beratung möglichst detailliert darzustellen, um die eigene Arbeit zu reflektieren. Ergebnisdokumentationen fassen die wesentlichen Ergebnisse zusammen, damit diese in der Krankenakte niedergelegt sind.

Ethikberatungen angemessen zu dokumentieren, ist keine leichte Aufgabe. Der folgende Vorschlag zum Aufbau einer Ergebnisdokumentation kann vielleicht dabei helfen, sie leserfreundlich zu getalten.

  1. Vorspann mit den formalen Angaben (Datum, Ort, Dauer der Beratung, Namen und Funktion der Teilnehmer, Angaben zur Patientin, zum Patienten)
  2. Diagnose, Prognose und mögliche Behandlungen
  3. Ethische Fragestellung, die in dem Gespräch erörtert wurden
  4. Ergebnis
  5. Begründung

Wichtig ist es bei der Begründung darauf zu achten, dass nicht nachträglich Begründungen für die getroffene Entscheidung gegeben werden. In der Ergebnisdokumentation wird vielmehr allein die Begründung wiedergegeben, die die Beteiligten an der Beratung als überzeugend akzeptiert haben. Die Ergebnisdokumentation ist damit keine nachträgliche „Analyse“ eines Beratungsfalles, sondern die möglichst genaue Wiedergabe dessen, was in der Beratung besprochenen wurde. Und auch das nur insoweit eine Entscheidung getroffen wurde, die dort begründet wurde.
Eine Verlaufsdokumentation stellt demgegenüber detailliert den Verlauf einer Ethikberatung dar. Dabei muss auch das Handeln der Berater detailliert berücksichtigt werden. Deutlich werden sollte, welche Interventionen die Berater wählen und welche Auswirkungen diese in der Beratung haben. Diese Art der Dokumentation dient daher dazu, die Qualität der Ethikberatung zu sichern. Sie ist anonymisiert zu erstellen, und sie kann dann im Rahmen des Ethikkomitees vorgestellt und diskutiert werden. Sie kann auch eine Grundlage für die Arbeit mit einem Supervisor / einer Supervisorin sein.

Weiterführende Literatur:
Fahr U (2209): Die Dokumentation Klinischer Ethikberatung. Ethik Med 21: 32-44

|